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15.02.2019 13:56 Alter: 268 days

Saatgut-Aktivismus


Foto: Andreas Riekeberg

Aus unscheinbaren Samenkörnern werden wunderbare und vielfältige Pflanzen: Saatgut ist der Ursprung allen pflanzlichen Lebens. Wer im Garten oder auf dem Acker eine Vielfalt von Sorten anbauen will, der braucht Saatgut von diesen Sorten. Saatgut bietet nicht nur Möglichkeiten, sondern ist auch ein umkämpftes Wirtschaftsgut.

Weltweit teilen wenige Saatgut-Konzerne drei Viertel des kommerziellen Saatgutmarktes unter sich auf. Sie verdienen am besten, wenn Bäuerinnen und Bauern das Saatgut jährlich neu bei ihnen kaufen müssen. Die großen Unternehmen haben dazu beigetragen, dass heute Patente und Sortenschutz, strenge Sortenzulassungsverfahren und Hybrid-Sorten die Möglichkeiten stark einschränken, sich selber mit Saatgut zu versorgen und über die angebauten Sorten zu bestimmen. Außerdem brauchen die Sorten der Industrie viel Kunstdünger und Pestizide – mit zahlreichen negativen Folgen.

Was tun? Glücklicherweise gibt es Alternativen zum Saatgut der Konzerne. Saatgut-Aktivist*innen kämpfen auf dem Land und in den Städten für Entscheidungsfreiheit und für krisensichere Sorten. Sie engagieren sich für den Anbau und die Erhaltung traditioneller Sorten, für Saatguttauschbörsen, für die Bildung von Erhalter*innen-Ringen, für Urban Gardening und Open-Source-Modelle für neugezüchtete Sorten.

Wir möchten uns bei dem Seminar mit den Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen auf dem Saatgut-Markt beschäftigen und Möglichkeiten kennenlernen, dagegen anzugehen. Wir wollen eine Aktion vorbereiten, die alle Teilnehmenden nach dem Seminar an ihrem eigenen Wirkungsort fortführen können: gemeinsam Saatgut besorgen und bunte Pflanzentauschbörsen organisieren.

Weitere Infos hier.


Dr. Karsten Schulz
Referent für Evangelische Jugend in ländlichen Räumen
Telefon:  0511 1215-134
E-Mail: ks@aej-online.de

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